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Für eine bessere Spendenkultur
Meldungen der Redaktion aus: Übersicht - chronologisch sortiert
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Deutsche Lebensbrücke e.V.

Spendenrat spricht Disziplinarmaßnahme aus

24.09.2009 • Offenheit im Umgang mit Spendengeldern – für die Deutsche Lebensbrücke ist das nach eigenen Aussagen selbstverständlich. Doch wie so oft in der deutschen Charity-Landschaft sieht die Wirklichkeit anders aus. Dass der Spruch mit der Offenheit nicht ernst gemeint ist, bestätigte jetzt sogar der Deutsche Spendenrat. Auslöser war eine offizielle Beschwerde von CharityWatch, der ein monatelanges Hinhaltespiel des Vereins vorausging. Bis heute weigert sich Deutsche Lebensbrücke e.V., grundlegende Fragen zu ihrer Mittelverwendung zu beantworten. Nun sprach der Deutsche Spendenrat eine Disziplinarmaßnahme aus: „Die Beschwerde ist begründet. Die Deutsche Lebensbrücke e.V. hat gegen Ziffer 5 und die Ziffer 6 der Selbstverpflichtungserklärung verstoßen.“ Ein Ausschluss der Deutschen Lebensbrücke aus dem Spendenrat, wie er vergangenes Jahr bei der Deutschen Kinderhilfe Direkt e.V. wegen vergleichbarer Vergehen erfolgte, ist damit jedoch nicht verbunden. Dabei sind die Verstöße der Lebensbrücke alles andere als kleine Formmängel. [mehr]

CHILD – Christliches Kinderhilfswerk Deutschland e.V.

Die Bibel als höchste und letzte Autorität

21.09.2009 • Nach monatelangem Hinhalten mit der Zusage, ein Jahresbericht mit aussagekräftigen Finanzzahlen würde zur Verfügung gestellt, kam letztendlich doch die Absage. Als Gründe werden „Datenschutz und Vertrauensschutz“ aufgeführt. Der Verein stellt in Frage, dass „Berichte und Zahlenwerke“ notwendig sind – unterstellt sogar möglichen Missbrauch. Die Folge eines solch intransparenten Verhaltens bedeutet jedoch: Spender können die Verwendung ihres Geldes nicht überprüfen. Sie müssen an die Arbeit der Verantwortlichen glauben – und wer Mitglied werden will, außerdem an Jesus Christus. Die Überzeugung von der Notwendigkeit der Erlösung ist laut Vereinssatzung Voraussetzung, um von einem anderen Mitglied als Neuzugang vorgeschlagen werden zu können. [mehr]

PETA Deutschland e.V.

Verschleierte Extremansichten

18.09.2009 • Tierschutz ist ein weites Feld. Es reicht von aktiver Hilfe bis zum gesellschaftlichen Kampf für bessere Lebensbedingungen. Was unter Tierschutz verstanden wird, hängt von der Ideologie des jeweiligen Tierschützers ab. Die Bandbreite der Forderungen reicht von artgerechter Haltung bis zur völligen Ablehnung jeglicher tierischer Produkte. Deshalb ist es für Spender und Förderer sehr wichtig, die Ziele einer Organisation mit der eigenen Gesinnung abzugleichen. Bei PETA Deutschland ist das allerdings nicht so einfach. So werden die extremen Forderungen zum Teil hinter Allgemeinaussagen versteckt. Und bei der Verwendung der Gelder wird nicht die Offenheit gelebt, die PETA in anderer Ausprägung von Industrie und Handel fordert. [mehr]

List-Image: Kreditnehmerin aus Indonesien6 von 7 Kreditnehmer sind Frauen, Quelle: Stefan Knüppel von OI

Stiftung Opportunity International Deutschland

Mehrfachwirkung der Spenden

16.09.2009 • Erst mit der Verleihung des Nobelpreises an Muhammad Yunus wurde das Thema Microfinanzierung in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Dabei war die Idee des Australiers David Bussau und des Amerikaners Al Whittaker zur Selbsthilfe mit Kleinkrediten schon 1971 geboren. Ende der 70er Jahre gründeten sie Opportunity International. Die deutsche Stiftung entstand dann 1996 durch den Schwaben Karl Schock. Über zwei Millionen Kleinkredite in der Gesamtsumme von 406 Millionen Euro legten inzwischen weltweit den Grundstein für zahlreiche Existenzen. Da 97 Prozent der Darlehen von durchschnittlich 180 Euro wieder zurückbezahlt wurden, kann das Geld der Spender sogar mehrfach wirken. [mehr]

List-Image: Strassenhund"Wo geht′s denn hier
zum Sonnenhof?"
Foto: © Steinkopie / fotolia.de

SOS Projects für Mensch und Tier e.V.

CharityWatch.de soll keine Dritten behelligen

31.08.2009 • Im Februar 2009 bat CharityWatch.de erstmals um Übersendung eines Jahresberichts. Monate später bot SOS Projects für Mensch und Tier eine Einsichtnahme bei der Steuerberaterin Helga Maister an. Endlich, nach wochenlanger Verzögerung, stand die Terminierung. Pünktlich um 14.00 Uhr am 25. August fand sich ChartyWatch.de in der Steuerkanzlei Maister ein, um wenige Minuten später wieder auf der Straße zu stehen. Die Einsichtnahme vor Ort wurde verweigert. Dabei gäbe es einiges bei dem mit viel Prominenz besetzten Verein zu klären. Zum Beispiel die Widersprüche, wem der in Oberbayern gelegene Sonnenhof nun tatsächlich gehört oder wer welche Kosten trägt. [mehr]

Hilfsaktion Noma e.V. (2)

Leichtfertiger Umgang mit Partnerschaften

14.08.2009 • Das wichtigste Guthaben jeder Hilfsorganisation ist ihr guter Name. Ein Mitglied oder Spender will darauf vertrauen können, dass sein Geld überwiegend für gute Taten verwendet wird. Deshalb sollten die Verantwortlichen seriöser Organisationen sehr genau prüfen, wem sie die Nutzung des eigenen Namens gestatten. Noch mehr Sorgfaltspflicht gilt für das Eingehen von Partnerschaften, weil es sich dabei um die Verwendung eigener Ressourcen handelt. Es zeigt sich, dass hier noch großer Aufklärungsbedarf besteht. Auf der Homepage von Hilfsaktion Noma e.V. sind verschiedene Förderer aufgeführt. CharityWatch.de hat einige von ihnen gefragt, worin die Unterstützung für Hilfsaktion Noma denn bestehe und welche Prüfung vor der Entscheidung, eine Förderung vorzunehmen, durchgeführt wurde. Außerdem wollten wir wissen, ob die von CharityWatch.de aufgeworfene Kritik an Hilfsaktion Noma etwas an der Zusammenarbeit ändert. Die Antworten sind zum Teil erschütternd. [mehr]

Logo: HDZStiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra und Notgebiete (HDZ)

Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra und Notgebiete (HDZ)

Packt das Übel bei der Wurzel

30.07.2009 • Vorbildliche 91 Prozent der Einnahmen der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra und Notgebiete (HDZ) flossen im vergangenen Jahr in Projekte, etwa in die Errichtung eines Kinderheimes in Moldawien, einer Grundschule in Brasilien oder eines Kinder- und Jugendzentrums in Rumänien. Es gab Soforthilfen für Birma und Haiti, aber auch Zahnstationen, Ausbildungszentren, eine Produktionswerkstatt sowie zahlreiche andere praktische Maßnahmen in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern dieser Erde. Treibende Kraft ist der Vorsitzende Dr. Klaus Winter. Ein Zahnarzt, zu dem wir gerne hochsehen. [mehr]

Hilfsaktion Noma e.V.

Verschleierte Fundraisingkosten

23.07.2009 • Gemeinnützige Arbeit kostet Geld, selbst wenn sie ehrenamtlich betrieben wird. Deswegen sind Hilfsorganisationen auf Spenden angewiesen. Dass auch die Gewinnung von Spenden Ausgaben verursacht ist schade, aber immer dann vertretbar, wenn sich die Kosten in einem angemessenem Rahmen bewegen und der Spender ihre Höhe kennt. Bei Hilfsaktion Noma e.V. ist beides in Frage zu stellen. Auf der Homepage werden zum Beispiel die Kosten verschleiert. Dort wird mit einer Kuchengrafik die Mittelverwendung 2007 suggestiv so dargestellt, als wären 100 Prozent der Gelder in Hilfsprojekte geflossen. Dieselbe irreführende Darstellung findet sich in der einmal jährlich veröffentlichten Zeitschrift „Noma Aktuell“ vom April diesen Jahres. Dabei sieht die Realität ganz anders aus: Von 2,85 Millionen Euro Spendeneinnahmen wurden 2007 für Mailings 2,25 Millionen Euro ausgegeben – stolze 79 Prozent! [mehr]

Childrens Project e.V.

Auf Kosten der Kinder

14.07.2009 • Petra Meyer ist Vorstandsvorsitzende des Vereins Childrens Project e.V. und hauptamtlich angestellt. Eindeutige Antworten auf Fragen sind nicht gerade ihre Stärke. Bei manchen Aussagen und Antworten entsteht sogar das Gefühl, als stecke eine gewisse Absicht dahinter – zum Beispiel wenn es darum geht, die fehlende Gemeinnützigkeit zu verschleiern. Wer sich gegen Frau Meyer stellt, muss mit verbalen Attacken unter der Gürtellinie rechnen. Dabei wäre es wesentlich Gewinn bringender, dieselbe Energie in die Projekte zu stecken. [mehr]

List-Image: Kinder in VietnamDeviemed e.V.

Deviemed e.V.

Ehrenamtlich und ehrenvoll

19.06.2009 • Über die Deutsch-vietnamesische Gesellschaft zur Förderung der Medizin in Vietnam e.V. gibt es viel Gutes zu berichten. Die Versorgung schwerhöriger Kinder mit Hörgeräten etwa. Oder die beständigen Versuche in Vietnam ein interdisziplinäres Spaltzentrum zu gründen. Vor allem aber besticht die ungebrochene Begeisterung der zahlreichen Fachärzte, Anästhesisten, Schwestern und Pfleger, mit der sie Jahr für Jahr nach Vietnam fliegen, um angeborene und erworbene Fehlbildungen zu operieren. Kostenlos und ehrenamtlich. Soviel aus den Finanzzahlen für das Jahr 2007 ersichtlich, wird dabei auch kein Geld verschwendet. Leider dürften die Einnahmen aufgrund nachlassender hoher Einzelspenden kaum ausreichen, die Umsetzung größerer Vorhaben weiter voranzutreiben. [mehr]

CharityWatch.de
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